Probenutzer*innen bis November 2020

#eintrittfrei

Ende Juni hat eine Jury aus Projektbeteiligten des Eiermannbaus die Bewerbungen auf eine mietfreie Saison im Eiermannbau gesichtet und großteils positiv bewertet. Über 20 Bewerber*innen werden bis November Teil der Open Factory sein, hier arbeiten, ausstellen und proben, was die Architekturikone als Ort für Kunst und Gewerke leisten kann. Danach findet ein umfangreicher Um- und Ausbau des Eiermannbaus statt, sodass die Open Factory dann ganzjährig vermietet werden kann.

Ab Juli in der Open Factory

Carolin Seiberlich - Was bleibt vom Erbe des Textils?
1. Juli bis 30. August

Eine Studierende der Bauhaus-Universität Weimar schreibt in einem Gewächshaus in der IBA Geschäftsstelle ihre Abschlussarbeit zum Erbe des Textils in Apolda. Zu Recherchezwecken ist sie auf der Suche nach Interviewpartnerinnen, die Lust haben, über ihre Arbeit zu berichten. Anfragen gern direkt per Mail.

Lilli Glade, Maria Gottweiss - Ästhetik der Unvollkommenheit
10. Juli bis 31. Oktober

Seit Juli widmen sich die Designerin Maria Gottweiss und Fotografin Lilli Glade dem Thema ›Ästhetik der Unvollkommenheit‹. Sie bereiten eine Ausstellung mit Fotografien und Schmuckobjekten vor, die im Oktober eröffnen wird. Sie zeigt Frauen und ihre Narben in einem neuen Licht, nicht als Ausdruck vergangener Verletzungen, sondern als Zeichen der Heilung und Stärke.

Kollektiv Kubik - Institut der Unsichtbarkeit
24. Juli bis 2. August und 31. August bis 13. September

Den Akteur*innen des Kollektivs Kubik geht es um spielerisches Lernen und Machen. Sie wollen sich mit der sozialen und räumlichen Umgebung des Eiermannbaus befassen und nutzen Kunst und Gestaltung, um Fragen der Gesellschaft an das Zusammenleben offenzulegen.

Ab August in der Open Factory

Carina Heidl - Gerhard und Dieter
3. August bis 31. Oktober

Die Künstlerin Carina Heidl aus Weimar schreibt an einer literarischen Arbeit, in der Pop und Politik miteinander verschmelzen. In der Open Factory möchte sie ihre bezugnehmende praktische Abschlussarbeit vorbereiten und vorstellen.

Ida Huschke - Dokumentation von Apolda und dem Eiermannbau
3. bis 31. August

Die Kunststudentin Ida Huschke aus Basel wird Apolda dokumentarisch und experimentell festhalten. Ihre Erforschungen zum Ort wird sie in einer Ausstellung präsentieren und dort auch die Arbeiten der anderen Probenutzer*innen zeigen.

Linda Schumann - Kanten Kosten
10. August bis 16. August

Die Künstlerin Linda Schumann aus Weimar will in einem gustatorischen Workshop ermöglichen, Materialien geschmacklich wahrzunehmen und so multisensorisch zu erleben.

Claudia Obendorf - Serpentinentanz
11. August bis 31. Oktober

Claudia Obendorf wird bis zum Oktober immer dienstags und mittwochs einen Kurs für Serpentinentanz anbieten. Bei Interesse an einer Teilnahme Anfragen gern direkt per Mail.

Marcus Grysczok - Stop Motion Academy
14. August bis 27. September

Der Erfurter Filmemacher Marcus Grysczok veranstaltet im August mehrere Stop Motion Workshops in der Open Factory. Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mit zu produzieren. Anfragen gern direkt per Mail.

Anna Zeitler, Aurelia Becker, Lea Schweinfurth - Modelabor
17. bis 28. August

Drei Modedesignerinnen brauchen Textilurlaub und werden dafür in der Open Factory ein Modelabor einrichten. Sie verbindet die Arbeit mit Altkleidern und die Nachhaltigkeit in der Mode. In der Open Factory treten sie in einen kulturellen, gestalterischen und politischen Dialog und nutzen den Freiraum für einen experimentellen Umgang mit Altkleidern und textilen Abfällen.

Kollektiv EASA - Apathie
17. August bis 30. August

EASA ist das größte Netzwerk Architekturstudierender in Europa und versteht sich als Plattform für grenz- und kulturübergreifenden Austausch. Im August werden sich die Mitglieder in der Open Factory treffen und in Workshops der Thematik Apathie annähern.

mahl x zeit - Kochwerkstatt
21. August bis 19. September

Studierende der Bauhaus-Universität Weimar werden eine Kochwerkstatt in der Open Factory eröffnen. Dabei wollen sie das Bewusstsein für gute und nachhaltige Ernährung schärfen und eine soziale Plattform schaffen, in der das gemeinsame Kochen und Essen zur kollektiven Erfahrung wird.

Collektiv Collage - Forms of Apolda
22. August bis 6. September

In und um das ehemalige Feuerlöschgerätewerk Apolda möchten Szenograf*innen, Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Künstler*innen von COLLEKTIV COLLAGE die Materie und das Wesen des Ortes erforschen und in einem partizipativen Prozess in nachhaltige Formen fassen. In einem öffentlichen Workshop sollen Außen-Raum-Strukturen aus Beton und Stampflehm entstehen - skulpturale Möbel oder Kleinarchitekturen in experimenteller, zirkulärer Hybridbauweise zur spielerischen Aneignung.

_schau - vor__schau
31. August bis 20. September

Das Wiener Kollektiv _schau schafft einen Raum, der Kunst in allen Schattierungen und Formen hervorbringen soll. vor__schau wird das erste Projekt von _schau sein. Es ist ein Angebot, eine Recherche, ein Prozess, es ist ihre Art, ›Hallo Welt‹ zu sagen. Sie wollen die Verbindung zwischen Kollektiven untersuchen und langfristige Beziehungen über große Entfernungen aufbauen.

Cornelia Brecht - Gewächshausliebe
31. August bis 30. Oktober

Die Architektin Cornelia Brecht aus Weimar bezieht ein Gewächshaus und wird gemeinsam mit einer Landschaftsarchitektin an einem Naturschutzzentrum im Wald arbeiten.

Ab September in der Open Factory

Andreas Aschoff, Fridtjof Florian Dossin - Fabrik.Weiterstricken
1. September bis 31. Oktober

Die in Apolda ansässige Hausgemeinschaft der ehemaligen Strickwarenfabrik August Schröer möchte die Geschichte und Umnutzung des Ortes in einem Arbeitsbericht aufarbeiten und weiterdenken. Dafür sollen Objekte, Erzählungen und Ideen in der Open Factory präsentiert werden.

THillA - Illustrationsausstellung
14. September bis 4. Oktober

Die Thüringer Illustrator*innen wollen die Vielfältigkeit ihrer lebendigen Szene zwischen Kunst und Beruf der Öffentlichkeit präsentieren und in der Open Factory ihre Arbeiten ausstellen. Daneben werden Schüler*innen-Workshops und Mitmachaktionen angeboten. Trägerverein ist der Lösungslabor e.V.

Born to be Bauhaus - Ausstellung
7. September bis 31. Oktober

Born to be Bauhaus ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Archiv der Moderne der Bauhaus-Universität Weimar und dem KulturTragWerk e.V. zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Ausstellung 1923. Im Rahmen dessen werden von 2017 bis 2021 jährlich bis zu fünf Künstler*innen der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar gekürt. Die jeweiligen Kunstwerke werden vom Archiv der Moderne in die Kustodie der Bauhaus-Universität Weimar aufgenommen, was sie zu unveräußerlichem öffentlichen Kunstgut macht. Die Künstlerin Samira Engel und der Künstler Jakob Wirth zeigen ihre Kunstwerke in der diesjährigen BTBB-Ausstellung in der Open Factory. Ab dem 17. September ist die Ausstellung eröffnet.

Susanne Frenzel - Färbepflanzen
28. September bis 11. Oktober

Die Kunst- und Naturpädagogin Susanne Frenzel wird in Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Apolda eine Färbepflanzen-Projektwoche auf dem Freigelände des Eiermannbaus durchführen. Susanne Frenzel ist Teil des weltweiten Netzwerks sevengardens, das Färbergärten für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) nutzt. Der Eiermannbau soll auch zur Vernetzung von sevengardens in Mitteldeutschland dienen.

Technische Universität Berlin - Offene Stadt Land Universität Apolda
18. bis 20. September

An einem langen Wochenende im September wird das Institut für Architektur der TU Berlin in der Open Factory zu Gast sein. Die Großstädter planen eine wiederkehrende Pop-Up-Dependance im Eiermannbau in Apolda und wollen in Zukunft gemeinsam mit der IBA Thüringen am StadtLand-Thema arbeiten.

Ab Oktober in der Open Factory

Frauenchor VocaLisa - Konzert
Im Oktober

Der Frauenchor VocaLisa aus Weimar mit der Chorleiterin Claudia Zohm wird im Oktober in der Open Factory proben und ein Konzert geben.

Kollektiv PKRK - Tanzprojekt
12. Oktober bis 31. Oktober

Das Künstler*innenkollektiv PKRK lässt in der Open Factory Techno auf die Textil-Geschichte Apoldas treffen. Welche Sounds, welche Taktung und welche Tanzformationen begleiteten die Treuhand-Abwicklungen der 90er Jahre - diesen Fragen geht PKRK in öffentlichen Workshops, Installationen und Tanzperformances nach. ›Treuhandtechno‹ verbindet zwei Welten - Techno und Treuhand - die in den 90ern getrennt schienen, jedoch der gleichen Sehnsucht nach Maschinen, weiten Hallen und Arbeit folgten.

Ab November in der Open Factory

jenapuppets - Theaterstück

Das Puppentheater aus Jena wird im November im Saal des Eiermannbaus proben und das Stück ›Monster im Koffer‹ zeigen, ein clowneskes Stück Theater über die artgerechte Haltung von Monstern, über Bergsteiger in Not und darüber, wie ein gestürzter Felsen die Sicht auf die Welt verändern kann.