Weltoffenheit und Experimentierfreude:

IBA Team

»Diese IBA will neue Wege gehen. Unser IBA Büro macht das auf den ersten Blick deutlich.« - Marta Doehler-Behzadi

Grundriss: Grundriss 2. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss

Auf Grundlage eines 2016 erarbeiteten Finanzierungs- und Nutzungskonzepts für die Open Factory erwarb die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen im Dezember 2017 den Eiermannbau. Die beiden Landesgesellschaften IBA Thüringen und LEG Thüringen arbeiten hier mit der Form der Anhandgabe; bis 2023 ist dabei die IBA Thüringen Entwicklerin des Projekts. Das Vorgehen soll modellhaft für den Umgang mit Leerstand stehen.

Als erster Nutzer zog das IBA Team bereits im Sommer 2017 und 2018 provisorisch in das Industriedenkmal, damals mit einfacher Büroausstattung in den großen Saal. Im Oktober 2018 war das Gewächshaus-Büro im zweiten Geschoss dann fertig. Geplant wurde es von den Architekten des IBA Teams selbst: Katja Fischer und Tobias Haag. Der räumliche Ausbau wurde von sechs Werkstudierenden der Bauhaus-Universität Weimar ausgeführt. Dieser Weg ist ein wichtiger Teil der IBA Aktivierungsstrategie ›Wie wenig ist genug?‹. Das Ausbaukonzept basiert auf einer einfachen Haus-in-Haus-Lösung aus Industriegewächshäusern, die mit einem Möbelsockel aus Nadelsperrholz kombiniert wurden. Die Gebäudetechnik wurde sichtbar als Versorgungstrassen realisiert, jedes Gewächshaus wird von dort mittels eines Gewebeschlauchs technisch versorgt. Die räumliche Lösung schafft in den Wintermonaten zwei Klimazonen, ein durch Deckenstrahlplatten lediglich temperiertes Makroklima und ein strombasiertes Mikroklima für den Arbeitsplatz in den Gewächshäusern.

Das respektvolle und minimalinvasive Weiterbauen des Eiermannbaus soll einen Beitrag für einen zeitgenössischen Umgang mit Bestand leisten und vor allem Anderen Mut machen, den Eiermannbau mit in Nutzung zu nehmen und als Open Factory mitzuentwickeln.

Zuerst nur im Modell, seit Herbst 2018 auch real hat die IBA ihr Büro mit Gewächshäusern im 2. Obergeschoss bezogen.
Zuerst nur im Modell, seit Herbst 2018 auch real hat die IBA ihr Büro mit Gewächshäusern im 2. Obergeschoss bezogen.
Innerhalb von zwei Monaten bauten sechs Werkstudierende der Bauhaus-Universität Weimar die Gewächshäuser.
Innerhalb von zwei Monaten bauten sechs Werkstudierende der Bauhaus-Universität Weimar die Gewächshäuser.
Auf einem Holzsockel von 3,1 mal 2,3 Metern wurde ein handelsübliches Mauergewächshaus von der Palmen GmbH aufgesetzt.
Auf einem Holzsockel von 3,1 mal 2,3 Metern wurde ein handelsübliches Mauergewächshaus von der Palmen GmbH aufgesetzt.