Leitbild

Wir entwickeln die ehemalige Feuerlöschgerätefabrik Apolda seit 2016 behutsam zu einem zukunftsfähigen Ort, der Mieter:innen und Gäste mit Sinn für Gemeinschaft und Nachhaltigkeit willkommen heißt. Das immer wieder auch mutige, gemeinsame Erproben des Ortes ist dabei ein wichtiges Prinzip unserer Entwicklung. Mit 5.100 qm Fläche bietet der Eiermannbau lokalen, regionalen und bundesweiten Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Kunstschaffenden und Behörden Raum für ihre Visionen. Darüber hinaus befindet sich die zwei Hektar große Freifläche der Open Factory gerade in der Entwicklung und steht auch für land(wirt)schaftliche Nutzungen bereit.

Der Eiermannbau Apolda ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Thüringen. Was tun mit diesem Leerstand, einem hochrangigen Denkmal und einer wertvollen Ressource abseits der nachgefragten Städte Thüringens? Diese Frage stand am Anfang des IBA Prozesses in Apolda.

Im Sommer 2016 wurde das Leitbild Open Factory entwickelt, es ist Szenario und Wegweiser für die weitere Entwicklung des Standortes. Der dafür in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung durchgeführte IBA Campus war auch eine erste Aneignung und Aktivierung des Eiermannbaus. 26 internationale Studierende und Absolvent:innen arbeiteten und lebten zwei Wochen lang im noch staubigen aber bereits grundsanierten Denkmal.

Auf Grundlage des Leitbilds und einem Finanzierungs- und Betreiberkonzept erwarb dann Ende Dezember 2017 die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen die Immobilie. Eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Ortes. Die beiden Landesgesellschaften IBA und LEG arbeiten hier mit der Form der Anhandgabe; bis 2023 ist dabei die IBA Thüringen Entwicklerin des Projekts. Diese Form der Zusammenarbeit ist modellhaft für den Umgang mit hartnäckigem Leerstand.

2018 sicherte die erfolgreiche Bewerbung der Projektpartner Stadt Apolda, LEG Thüringen und IBA Thüringen im Bundesprogramm ›Nationale Projekte des Städtebaus‹ die weitere Finanzierung des gemeinsamen Projekts. Seit 2020 werden damit bauliche Fortschritte als auch konzeptionelle Maßnahmen umgesetzt. Neben dem Bundesministerium für Wohnen, Städtebau und Bauen (BMWSB) fördert das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) das IBA Projekt.